WÄNDE                                                

Die Wände sind das tragende Gerüst eines Hauses (ist nichts Neues) und DAS wichtigste Bauteil neben dem Dach.

WENN Sie ein "Holzhaus" mit Wandstärken von 70 mm suchen, dann sind Sie hier FALSCH. Das sind Gartenhäuser, und KEINE Holzhäuser. Das hat mit einem Holzhaus NICHTS zu tun. Die kaufen Sie besser bei OBI oder Hornbach.
Es gibt LEIDER im deutschsprachigen Raum verschiedene Hersteller oder Niederlassungen die mit dieser Billigware Werbung machen. Teilweise kommt die Ware aus Rumänien. Rumänien ist kein Land mit Erfahrung im Bau von Holzhäusern. Also, FINGER WEG wenn Sie ernsthaft ein richtiges Holzhaus wollen !!!!!!!! 

Deshalb ist der Konstruktion der Wand ALLERHÖCHSTE Aufmerksamkeit zu widmen.
Wir sehen immer wieder Wandkonstruktionen, die sind so verwegen, dass die Dauerhaftigkeit und Stabilität schon beim Hinschauen zerbröselt.
Schauen Sie sich diesen Wandaufbau an:
 
Ein Bauherr fragt in einem Bauforum:                                                                               

......haben folgendes Angebot zum Wandaufbau bekommen:

von aussen beginnend:
Putz 5 mm
Wärmedämmplatte 100 mm
Gipsfaserplatte 15 mm
Wärmedämmung 160 mm
Dampfbremse
Gipsplatte 18 mm
Vitalziegel 50 mm
Gipsplatte 18 mm..... 

Gesamtstärke der Wand sind sagenhafte 36,6 cm !!! Und der Bauherr hat NUR GIPS !!! Abgesehen von den unterschiedlichen Materialien für den Wandaufbau die in späterer Folge zu Rissen führen wird.
 
Sie wollen ein Haus FÜRS LEBEN, also lassen Sie sich nicht von Verkäufern so einen M.... aufschwatzen !!!

Damit Sie ein Gefühl für die notwendigen Wandstärken und deren statischen !!!! U-Wert (k-Wert) bekommen hier einige Beispiele in der Liste unten.
Der sagt aber NICHTS aus über den wirklichen Energieverbrauch in Ihrem Haus.  Erklärung.....hier.

Typische Werte des Bauwesens

Beispielwerte von Wärmedurchgangskoeffizienten
BaustoffWandstärkeU-Wert in W/(m²K)
Außenwand aus Beton ohne Wärmedämmung25 cm3,3
Außenwand aus Mauerziegeln24 cmca. 1,5
Außenwand aus Mauerziegeln36,5 cmca. 0,8
Außenwand aus Mauerziegeln (17.5 cm)
mit Wärmedämmverbundsystem WVS (PUR)
30 cmca. 0,32
Außenwand aus hochporösem Hochlochziegel, unverputzt50 cm0,17 - 0,23
Außenwand Holzrahmenbau, wohnungstypischer Aufbau25 cm0,15 - 0,20
Außenwand aus Massivholz (ohne Wärmedämmung)20,5 cm0,5
Innenwand aus Mauerziegeln11,5 cm3,0
Innenwand aus Porenbeton28 cmca. 0,6
Außentür aus Holz oder Kunststoff-3,49
Acrylglas (Plexiglas)5 mm5,3
Einfachfenster4 mm5,9
Doppelfenster-3,0
Fenster mit Isolierverglasung (4-16-4)2,4 cm2,8-3,0
Fenster mit Wärmeschutzverglasung2,4 cmca. 1,1
Lichtbauelement aus Polyxarbonat5 cmca. 0,83
Fenster im Passivhausstandard-0,5-0,8


Werte für eine Holzwand MIT Dämmung:

 Holz/Dämmung/ Holz (120/100/20) 24 cm0,286        
 Holz/Dämmung/Holz (150/100/20) 27 cm0,267 
 Holz/Dämmung/Holz (180/100/20) 30 cm0,252 

Und wenn Sie Ihre Wände selbst berechnen wollen www.energiesparhaus.at/denkwerkstatt/uwert.htm

Sie sehen also, eine Massiv-Holzwand mit Isolierung 24 cm (U=0,286) schlägt eine Mauerziegelwand mit Wärmedämmsystem 30 cm (U=0,320) um 12% bei 25% geringerer Stärke !!!!!!
Noch dramatischer und FÜR eine Holzwand spricht der Vergleich beider Wände bei gleicher Stärke.

Holz mit Dämmung                         30 cm U = 0,252 
Mauerziegelwand mit Dämmung 30 cm U = 0,320 
--------------------------------------------------------------------
Differenz                                                                 0,068
Prozentualer Unterschied   0,068  x100 (%)  =    21%
                                                  0,252

Sie sparen also pauschal 21% an Heizenergie ein !!! Und das bei günstigeren Baukosten eines Holzhauses
im Vergleich zum Ziegelhaus.
Das ist ein Wort !

FAZIT:
NUR die Wand in hochporösem Hochlochziegel schlägt eine Holzwand....bei DOPPELTER Wandstärke.

Die Tabellen zeigen aber auch, worauf Sie Ihr Augenmerk ebenfalls zu richten haben. FENSTER und TÜREN.
Stand der Technik sind Fenster mit Wärmeschutzverglasung oder im Passivhausstandard.

Schauen Sie unter dem Menüpunkt "Fenster" nach worauf zu achten ist.

Wärmeverluste


(Bild Stadt Ludwigshafen)

Die prozentuale Verteilung der Hauptverursacher von Wärmeverlusten:

- Aussenwand 25%
- Lüftung           25%
- Fenster           18%
Summe             68%

dann

- Dach                13%
- Heizung           12%
- Keller                  7%
Summe              32%

Die zu beachtenden Wand-Kennwerte sehen Sie oben. Fenster-Kennwerte im gleichnamigen Menüpunkt.

Die GEFAHREN von mangelhafter Bauausführung oder falscher Isolierung lauern besonders dort wo sich Wärmebrücken bilden können. Typisch ist das Dach als solches, der Übergang Wand zu Dach und natürlich Fenster, Anschluß Fenster zu Wand.
Sobald Sie eine Wärmebrücke durch falsche Bauausführung eingebaut haben, haben Sie einen BAUSCHADEN. Der äußert sich durch Tauwasserbildung und in der Folge das Wachsen von Hausschwamm. Oftmals lange nicht entdeckt weil die Wärmebrücken ja meistens IN dem Wandaufbau liegen. Wenn Sie ihn entdecken können Sie fast von einem TOTALSCHADEN ausgehen. 

Erklärung:
Wärmebrücken = Stellen in einem Bauwerk wo Baumaterialien mit niedriger Temperatur auf Bauteile mit höherer Temperatur zusammentreffen. Folge ist Kondenswasserbildung (Tauwasser) durch die unterschiedlichen Luftfeuchtigkeiten an den Bauteilen.

  

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