HOLZHAUS aus RUSSLAND            

                                                                                                           Powered by RussischTips.de

Holzhäuser aus Russland sind etwas Besonderes.

Durch die langen und kalten Winter hat das verwendete Holz eine unerreichbare Qualität. Das Beste Holz ist die Polarkiefer und kommt aus den Gebieten Karelien, Murmanks, Arhangelsk. Oder die Sibirische Kiefer. Im Durchschnitt muß ein Baum in Russland mindestens doppelt so alt werden um den gleichen Durchmesser zu erreichen wie ein vergleichbarer Stamm in Westeuropa. Bei der sibirischen Kiefer, nicht umsonst als "Eisenkiefer" bezeichnet, ist das Verhältniss noch extremer.
Die Stämme erreichen eine Widerstandskraft und Festigkeit die mit der europäischen Eiche vergleichbar ist.

Etwas Hintergrund

In Russland wird der private Hausbau staatlich gefördert, im sog. "Putin-Plan". Nachdem die schlampig gebauten Platten-Wohnblocks der Nachkriegszeit (so wie bei uns auch) in desolatem Zustand sind, braucht de russische Bevölkerung dringend neuen Wohnraum.
Der Staat vergibt Grundstücke kostengünstig oder mit besonderen Bauauflagen (nämlich innerhalb eines Jahres Wohnhäuser nach neustem Standard zu bauen) sogar kostenlos.
UND Fabriken die investieren werden gefördert.  
Es werden Holzhäuser und Fertigteilhäuser besonders gefördert weil hiermit mehrere Probleme gelöst werden:
- schnell verfügbarer, kostengünstiger Wohnraum
- Baumaterial und Know-How ist genügend vorhanden
- positive Energiebilanz der neuen Häuser (ja, Sie werden es nicht glauben, auch Russland  muss Energie sparen und den Kohlendioxidausstoss verringern).

Und diese Häuser werden auf deutschen Produktionsanlagen auf höchstem Niveau gefertigt! Auch hier hilft der russische Staat bei dem Import der Maschinen durch verringerten Einfuhrzoll.
Um die Wichtigkeit zu unterstreichen hat Präsident Vladimir Putin es sich nehmen lassen bei der Eröffnung eines Werkes anwesend zu sein. Einschlägige Fachzeitschriften (Holz-Zentralblatt) in Deutschland haben darüber berichtet.

Zudem hat Russland auf den Export von Rundholz Ausfuhrzölle drastisch erhöht. Sodass es kaum mehr attraktiv ist Rundholz zu exportieren um dann fertige Holzhäuser zu importiern. Das betrifft vor allem Finnland stark. 

Herstellungsverfahren

In Russland werden hauptsächlich drei verschieden Herstellverfahren unterschieden:

1. Traditionell russisches Verfahren



Das ist ein sog. Naturstammhaus Im Winter geschlagenes Holz mit einer Zopfstärke von mind. 25 cm, Stammendstärke 35 cm, wird zum großen Teil manuell behauen und Stamm für Stamm angepasst. Stämme werden wechselnd gelegt (25->35, 35->25).
Hoher handwerklicher Aufwand und Fachkönnen nötig.
"Handgefertigtes" Holzhaus von atemberaubender Schönheit. Die russischen Handwerker sind aufgrund der jahrhunderte alten Tradition im Bauen von Naturstamm-Holzhäusern wahrliche Meister. Da kommen nur noch die Finnen mit.
Der große Nachteil ist, daß bei RICHTIGER Vorgehensweise die Bauzeit der Wände mind. 4-8 Monate braucht. 

2. Norwegische Bauweise




Ebenfalls im Winter geschlagenes Holz, vierseitig maschinell bearbeitet und vorgefertigte Eckverbindung.
Entspricht dem Aussehen den Häusern mit glatter (leicht bombiert) Oberfläche der europäischen Holzhaushersteller.
Das ist das typische Holzhaus. Bei uns auch Blockhaus genannt, da es aus ganzen Stämmen geschnitten wird. Durchgesetzt hat sich noch mehr die Variante, daß die Blöcke verleimt (aus 3 oder mehreren Lamellen) sind. Dieser Typ von Blockhaus wird ebenfalls in Russland gefertigt.

3. Kanadische Bauweise



Im Winter geschlagen, zylindrisch auf gleichen Durchmesser reduziert, mind. 25 cm, mit gefräster Eckverbindung.
Entspricht dem Blockhaus europäischer Blockhaushersteller. Und wird deshalb auch oft als Kanada-Blockhaus bezeichnet. Der Ursprung ist aber das Naturstammhaus aus Russland bzw. Finnland. Jetzt maschinell bearbeitet

Aufgrund jahrhunderter langer Erfahrung werden die Stämme mit der "Winter-Holzfeuchte" (ca. 30%) geschlagen, verarbeitet und montiert. Durch die darauffolgende Trocknung der Stämme (auf ca. 12-15%) im folgenden Frühjahr und Sommer verkeilen sich die Stämme und Eckverbindungen auf natürliche Art. Hiermit wird eine absolute Dichheit und Steifigkeit des gesamten Hauses erreicht. Die Bauzeiten sind entsprechend länger.

Bauschäden, selbst bei "Marktführern in Europa"1) im Blockhaus-Bau ist auf mangelhafte Verarbeitung und Sorgfalt in der Herstellung zurückzuführen.
1)"Holzhaus Test" googeln

Holzhaus/Naturstammhaus
           

FERTIG !!!                                                                          ROHBAU                                                DACHSTUHL   
          
Innenansichten
                            

Handwerkliche Schmankerl...
                  
 
Und mit solch wunderbarer Stammware geht´s los....
Aufgrund der Immer noch sehr trägen russischen Bürokratie und teilweise Unzuverlässigkeit der russischen Werke, ist der Exportanteil sehr gering.
 
Da sind die Finnen hinsichtlich Service und Qualität einfach unschlagbar. Finnische Holzhäuser, Blockhäuser und Naturstammhäuser haben deshalb im deutschsprachigen Raum eine zentrale Bedeutung.
 
Wer heute ein Holzhaus kaufen möchte, kommt an einem finnischen Blockhaus nicht vorbei.

 

Villa eines gutbürgerlichen Geschäftsmann, Russland
erbaut: Jahrhundertwende

Schauen Sie sich mal dieses Prachtstück an.....aus HOLZ.....über hundert Jahre alt !!!!!!!!!!!!!!
Wo???? In Russland!